(B) Frau Schildkröte erklärt Herrn Achill die Spielregeln.

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Achill: Da wären wir also wieder. Ist lange her, dass wir uns zuletzt begegnet sind.

Frau Schildkröte: In der Tat. Und wie ist das werte Befinden?

Achill: Danke, danke, kann nicht klagen. Und selbst?

Frau Schildkröte: Man schlägt sich so durch.

Achill: Ja. Allerdings, ich weiss nicht so recht…

Frau Schildkröte: Sie sehen ein bisschen bedrückt aus… oder verwirrt? Entspricht nicht so ganz Ihrer Rolle als grosser Held der Antike.

Achill: Bitte, verehrte Freundin, erinnern Sie mich nicht an alte Zeiten. Der Trojanische Krieg ist schon lange vorbei. Was mich umtreibt, das sind die gegenwärtigen Umstände. Um es einmal explizit auszudrücken: Was sollen wir überhaupt hier? Und wer ist dieses Mädchen, das da oben auf dem Bild zu sehen ist?

Frau Schildkröte: Ihre Reaktion erstaunt mich. Ich habe als selbstverständlich vorausgesetzt, dass man Ihnen die Rolle erklärt hat, die Sie hier zu spielen haben.

Achill: Doch, doch, natürlich hat man das, aber ich sehe nicht so ganz den Sinn hinter dem Ganzen.

Frau Schildkröte: Ist doch ganz einfach: Wir sollen hier einen Disput führen, der, einmal vorausgesetzt, er entwickelt sich zu einem interessanten Disput, vielleicht zu gewissen Reaktionen provoziert.

Achill: Reaktionen welcher Art?

Frau Schildkröte: Na zum Beispiel kritische Reaktionen; vielleicht möchte sich jemand zu den Themen äussern, denen wir hier, soweit dies uns überhaupt möglich ist, auf den Grund gehen wollen.

Achill: An die Möglichkeit positiver Reaktionen haben Sie nicht gedacht?

Frau Schildkröte: Erst in zweiter Linie. Darf ich Ihnen sagen, was mich an diesem Unterfangen am meisten reizt?

Achill: Ich höre.

Frau Schildkröte: Dass wir die Möglichkeit haben, unsere Leserschaft zu provozieren. Dass wir Meinungen vertreten, die, um es einmal im Jargon von heute zu formulieren, auch völlig schräg und abgefahren sein können.

Achill: Das ist reizvoll, zugegeben.

Frau Schildkröte: Freut mich, dass Sie das auch so sehen… Und was nun dieses Mädchen betrifft.

Achill: Ja?

Frau Schildkröte: Es handelt sich dabei um eine Figur aus einer Geschichte, die ich gerne als erstes Thema behandeln würde. Sie heisst E-Wa und lebt in Shanghai. Allerdings mit „leben“ kann man ihre Existenzform eigentlich gar nicht definieren.

Achill: Sie reden wieder einmal in Rätseln. Verschieben wir die Lösung doch auf später.

Frau Schildkröte: Einverstanden. Auf Wiedersehen Herr Achill.

Achill: Auf Wiedersehen, Frau Schildkröte. Hat mich gefreut, Ihnen wieder zu begegnen.

Eine Antwort zu „(B) Frau Schildkröte erklärt Herrn Achill die Spielregeln.“

  1. nikandrow sagt:

    =)) Wie gesagt, super Ansatz! Ich schätze nichts höher als Menschen mit Sinn für Humor! =)) Besonders wenn eher trockene Themen dadurch aufgefrischt werden!

    Danke übrigens für deinen Kommentar in meinem Blog. Du kannst gern alles zitieren, was du möchtest. Freut mich, dass auf diesem Wege Kommunikation entsteht…

    Viele Grüße aus Hamburg

    Michail Nikandrow

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